Übersichtskarte

Was ich beim Reisen in NZ gelernt habe.

Sonntag, 28.05.2017

Hallo meine Freunde!

 

Ich bin seit dem 18. Mai daheim in Deutschland, niemand wusste davon außer mein Bruder Mark der mich vom Flughafen in Frankfurt um 7:00 morgens abholte. Am selben Tag habe ich meine Freunde zu Tode überrascht, ich hab noch nie in meinem Leben so große Augen gesehen wie die von Judi und Juli als ich vor ihnen stand.

In dem letzten Blog schrieb ich am Ende das ich weiterreise obwohl ich schon in Deutschland war, weil ich hoffte das mein ältester Bruder aufgrund dieser Information annimmt ich würde mich noch in Neuseeland aufhalten damit ich ihn überraschen könnte. Aber er hatte leider schon den Verdacht geschöpft das ich zurück bin. Diese Überraschung ist also misslungen.

Also jetzt zum eigentlichen Inhalt des Blogs: Mit dem Reisen bin ich natürlich den unterschiedlichsten Menschen begegnet und beinahe jeden Abend saß ich gegenüber einem anderen Menschen. Sie kamen aus unzähligen Ländern mit den verschiedensten Persönlichkeiten und ich war jeden Abend aufs Neue gespannt welche Persönlichkeit ich heute vor mir sitzen habe. Man realisiert einmal mehr das wir alle gleich sind und sogar die Sprachen ähneln sich unglaublich, das was ich sagen will ist: am Ende sind wir alle gleich nur die Sprache steht zwischen uns. Auf meiner Reise habe ich eine Menge Dinge dazugelernt und ich möchte ein Teil meines hinzugewonnenen Wissen mit euch teilen.

Das erste was ich gelernt habe ist meine Vorurteile aufgrund Geschlecht, Aussehen oder Ticks usw. , gegenüber Menschen, abzulegen:

Wie man auch oft sagt „Travel is fatal to prejudice“, übersetzt: „Reisen tötet Vorurteile“.

Ich bin jeder Person komplett offen gegenübergetreten und hab sie nicht in Schubladen gesteckt. Und ich sage euch: Vorurteile wegzustecken ist ein großartiger Fortschritt in jedem Leben, kann ich nur empfehlen. Natürlich stecken immer vor allem unterbewusste Vorurteile in Menschen, man kann sie nie vollkommen ablegen, aber einmal angefangen zu realisieren wie unnütz sie sind, versucht man sich in dem Thema immer mehr zu bessern. Es ist unsinnig von vorneherein Dinge über eine fremde Person anzunehmen obwohl man nichts über sie wissen kann.

Eine weitere Sache die ich gelernt habe ist „Don’t care about others“, das heißt soviel wie „kümmer dich nicht drum was andre denken“. Als ich diesen Punkt erreichte, erlebte ich eine noch intensivere innere Freiheit. Lauf wie du willst, setz dich hin wohin du willst, genieß alles und verschwende keinen Gedanken darüber nachzudenken was andere von dir denken. Sei du selbst. Die Menschen die du brauchst lieben dich dafür was du von dir aus tust, und die anderen brauchst du nicht in deinem Leben.

Die dritte Sache ist: Mach dein Glück von niemand anderem, oder etwas anderes als von dir selbst abhängig. Darüber wurde ich mir noch einmal bewusster als ich Menschen kennenlernte die abhängig von Drogen, Aufmerksamkeit, Beziehungen, usw. waren. Diese Verhaltensweisen zu beobachten war für mich schockierend und ich war mir selbst nochmal mehr dankbar das ich nicht einer dieser Menschen bin die so leben. Abhängig zu sein schränkt dich in deinem Dasein ein und ich kann mir nur vorstellen das man, wenn man eine unabhängig glückliche Persönlichkeit ist, das höchste Gefühl von Glück spüren kann.

Die vierte und letzte Lektion ist: spreche die Wahrheit. Damit mein ich nicht grob alles was du denkst rausballern, aber die Gedanken die in dir sind überlegt aussprechen auch gegenüber fremden Personen. Und sich lieber einmal zuviel unüberlegt aussprechen, als zuviele Gedanken für sich zu behalten. Gedanken belasten mich nur also raus damit, dann sind sie nicht mehr länger mein Problem. Die Wahrheit ist ausgesprochen immer weniger schlimm als man es sich ausmalt. Kommuniziere.

Ach ja war doch nicht das letzte, ich hab noch an meiner realistischen und strukturierten Denkweise gearbeitet. Wir hatten schon aussichtslose Situationen, wie: Reisepass verloren, Probleme mit dem Auto, kein Geld… . Uns blieb nichts anderes übrig alles jedes Problem einzeln anzugehen und letztendlich schafften wir es gemeinsam jedes einzelne Mal uns wieder in eine problemlose Situation zu manövrieren. Wir sind nie von unseren Problemen weggelaufen, sondern haben uns ihnen gestellt.

Ansonsten habe ich noch mehr Selbstliebe, Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit dazugewonnen.

Es hat mir Spaß gemacht mein Erlebtes mit euch zu teilen, doch jetzt geht der Blog erstmal dem Ende zu. Ich schreibe noch einen Blog darüber, welche Tipps ich an zukünftig Reisende in Neuseeland weitergeben kann und welche die "To-Do Orte" in Neuseeland sind, wen es interessiert kann es gerne mitverfolgen.

Auf sonnige Sommertage im schönen Deutschland!

 

7. Blogeintrag

Samstag, 20.05.2017

Hallo meine Freunde!

 

Angekommen in Wellington sind wir erst mal zu guten Freunden, bei denen wir 2 Tage verbrachten da wir ungefähr 0,00 $ zu Verfügung hatten. Wir waren pleite. Sozusagen. Ich hatte kein Geld mehr, weil ich meine Kreditkarte und meine neuseeländische Karte in einem Weinfeld verloren hatte und Aki bezahlte seit dem immer für mich mit bis sie auch kein Geld mehr hatte. Wir waren in paar Clubs unterwegs war ganz nett, und die Taxifahrt nach Hause hat uns der Taxifahrer geschenkt! Da ich wahrscheinlich sehr sympathisch bin, war ziemlich cool von ihm. Innerhalb der 2 Tage wurde uns dann glücklicherweise der Lohn von der Arbeit bei der Traubenlese überwiesen und wir konnten weiterreisen. Bei der Fahrt raus aus Wellington sind wir kurz stehengeblieben und haben dieses Foto gemacht:

 

Ich liebe es eine Stadt von óben in der Nacht zu betrachten.

Weiter gings zu einem Leuchtturm auf der Ostküste, hab mir nen Wecker gestellt um morgens den Sonnenaufgang zu sehen und es hat sich auf jeden Fall gelohnt:

 

Nach ein bisschen Randale von Campernachbarn, da sie nicht drauf klarkamen das unser Campervan selbstversorgend sein soll weil er viel winziger ist als die meisten, sind wir einen Berg bestiegen auf dem ich ca. 2 Fotos machen konnte da der Akku meiner Kamera beinahe leer war:

 

Nachdem wir 20 Kilometer entfernt von Napier, eine der schönsten Städte Neuseelands, einen Berg hochgefahren sind von dem aus man eine unglaubliche Aussicht hatte und von dieser ich leider keine Fotos machen konnte weil mein Akku entgültig den Geist aufgegeben hat, haben wir an einem wunderschönen Strand gehalten als es ziemlich stürmisch war. Das Besondere an diesem Strand ist das der Sand schwarz ist:

 

diesen Sonnenuntergang, der einem Waldbrand ähnelt, haben wir während der Autofahrt gesehen:

Natürlich mussten wir wieder für die nächste Nacht ein Campingplatz suchen und in dieser Ecke ist es wirklich schwer welche zu finden. Wir sind deshalb ca. 15 Kilometer auf einem Schotterweg, mit riesigen Dellen in der Straße und einem riesigen Abgrund unmittelbar neben der Straße, gefahren. Einfach typisch Neuseeland. Der Weg dorthin war aber ziemlich cool, weil plötzlich überall Pferde um uns rum standen, was mir in diesem Moment so unwirklich erscheinte es war wunderschön.

 

 Der Sonnenaufgang hier war auch wieder erinnerungswert:

 

Kurzerhand entschieden wir uns direkt nach Rotorua durchzufahren weil es dort ziemlich viele Aktivitäten gibt. Rotorua ist ziemlich verrufen wegen dem Gestank der durch die Schwefelgase, von den von Vulkan aufgeheizten Pools, verursacht werden. Zuerst sind wir hier in einen Wald in dem es riesige Bäume gibt, in diesem Wald sind Hängebrücken überall durchgespannt und Lampen hängen überall um dich rum. Es hat sich angefühlt wie im Märchen, in der Dunkelheit dort durchzuspazieren:

 

Danach sind wir zu heißen Pools in der Nähe von Taupo und allgemein heißen Quellen in denen man auch nicht schwimmen darf, weil man seinen Körper in ihnen nur verbrennen würde:

 

 

An diesem Tag war mir eiskalt, ich konnte meine Füße nicht spüren und war einfach richtig fertig. Zum Glück stand an diesem Tag auf unserer To-Do Liste, das wir den natürlichen Hot and Cold Pool besuchen werden. Es ist ein kleiner Bach unter einer Brücke zu dem jeder freien Zugang hat, die Einheimischen drinnen sagten mir das sie diesen Bach am meisten, verständlicher Weise, im Winter genießen. Als ich reingegangen bin ist mein Körper erstmal nicht drauf klargekommen weil er eiskalt und das Wasser beinahe heiß war, wir haben es dann wirklich genossen uns darin zu erholen.

 

Am selben Tag sind wir noch zu Schlammpools, die mich fasziniert haben. Blubbernder Schlamm, eine unglaubliche Hitze, direkt vor dir:

 

Wir hatten eine Tour durch ein Maori Dorf gebucht. In den Maori Dörfern leben die Ureinwohner Neuseelands, die Maoris heißen. Touristen schauen sich dann die Dörfer als eine Attraktion an und werden einwenig über ihre Kultur aufgeklärt. Wir durften dort maorische Tänze und Lieder sehen und hören. Mein persönlicher Eindruck war auf jeden Fall, das meine Führerin ziemliche Vorurteile gegenüber Touristen hatte und sie ganz und gar nicht mochte. Was ich auch verstehen kann, weil wenn jeden Tag Leute in dein Dorf kommen und dich anschauen als ob du n Tier im Zoo bist würd ich glaube ich auf Dauer auch nicht klarkommen. Sie hat sich auf jeden Fall ziemlich verurteilt gefühlt wenn sie über die Kultur der Maoris gesprochen hat, z.B. das es bei ihnen kein Inzest, Pädophile, Vergewaltigung usw. gibt, obwohl ich nur zuhörte und sie die Person war die wahrscheinlich am meinsten verurteilte. Es war sehr interessant, hier sind ein paar Fotos:

 

Nach Rotorua sind wir sofort zurück nach Auckland und haben dort ein paar Tage mit unseren Freunden verbracht. Danach sind wir hoch ins Northland. Da oben haben wir wunderschöne Sanddünen und Sonnenuntergänge gesehen:

   

Auch haben wir einen Walk zu riesigen Bäumen gemacht:

Doch dann als wir eine preiswerte Tour zur Spitze Neuseelands buchen wollten, wurde unsere Kreditkarte abgelehnt. Ein zweites Mal. Pleite im Nirgendwo. Alles was wir machen konnten war zu hoffen das unser Sprit zurück nach Auckland reicht. Wir fuhren also los und ja wir fuhren auf Reserve bis wir endlich bei Phil unserem Freund und Helfer ankamen. Er war wieder mal sehr glücklich uns zu sehen, er nennt uns immer gerne „den deutschen Hurricane“. Bald hatten wir auch wieder Geld auf dem Konto da Aki ihr Vater etwas überwiesen hatte mit dem wir dann direkt nach Tauranga sind um den Berg Maunganui zu besteigen. Am Abend in Rotorua haben wir unsere Matratze auf den Van gepackt mit den Decken und haben dort ein wenig entspannt, das war unsere Aussicht:

Dann am nächsten Tag lag einer der leichtesten Wege vor uns, nur eine Stunde den Berg Maunganui hoch und wir erhielten einen wunderschönen Ausblick:

 

Jetzt geht es erstmal wieder hoch ins Northland um die Ostküste zu erkunden, ich freu mich schon drauf! Der Sand dort soll golden sein.

Bye! ♥

6. Blogeintrag

Dienstag, 25.04.2017

Hallo!

 

In Queenstown haben wir uns eine Woche aufgehalten, wo wir auch nach Arbeit gesucht haben, aber leider nichts fanden. Dort sind wir mit der Gondel den Queenstown Hill hochgefahren! In der Luft rumzuhängen ist für mich einfach immer so ein cooles Gefühl. Oben angekommen sind wir nen Wanderweg entlang, die Aussicht war wieder einmal unbeschreiblich einmalig. Ein lilaner Wald, riesige Hügel und das Meer im Hintergrund. Hab dort meinen ersten Fliegenpilz gesehen!

Nachdem wir Queenstown erkundigten, haben wir bei einer spontanen Fahrpause welche der letzten Sonnenstrahlen auf der Südinsel genossen. Es war spontan und sogar an zufällig gewählten Plätzen ist die Aussicht wunderschön.

 

Danach sind wir Richtung Mount Cook, um dort am darauffolgenden Tag den Muller Huts Track zu machen. Wir konnten von unserem Campingplatz aus den Mount Cook sehen! Der Sonnenuntergang, die Sterne und der Sonnenaufgang waren einzigartig:

 

Der Aufstieg beim Muller Huts Track war anstrengend! 3 ½ Stunden bergauf! Was ich hier aber verinnerlicht habe ist das jede Anstrengung es wert ist, am Ende eine Aussicht zu genießen die nur wenige Menschen in ihrem Leben sehen können. Die Gletscher, der Schnee und die unzählige Wasserfälle konnten wir von einem Berg direkt neben dem Mount Cook sehen.

   

Weiter gings nach Christchurch um dort unsere Freundin Anna zu besuchen, die wir bei unserem Walk durch den Abel Tasman am Golden Bay getroffen haben. Dort durften wir, ich glaube es waren 3 Tage lang, ein eigenes Bett, eine Dusche und eine Küche genießen. Wir waren in dieser Zeit sehr erkältet und hatten eventuell auch eine Grippe, das Wetter war miserabel, jeden Tag hatte es geregnet. Ich kann nur von Glück reden, das wir uns genau in dieser Zeit in einer Wohnung erholen durften.

Bei Anna haben wir 2 Tickets gebucht um in Akaroa auf der Ostküste mit wilden Delfinen schwimmen zu können. Auf unserer Autofahrt nach Akaroa war die Aussicht so schön, dass wir stoppen mussten:

Es war einer der schönsten Momente meines Lebens! Es sind kleinere Delfine als die wie wir sie kennen, sie sind sehr selten und sind genauso vom Aussterben gefährdet wie Eisbären oder der z.B. der schwarze Panther. Während der Fahrt mit dem Waterjet, war mir andauernd zum Kotzen zumute, wie ihr wahrscheinlich schon vermuten könnt: Ich war seekrank. Das erste Mal seekrank, an einem Tag der für mich einer der schönsten Tage werden sollte. „Toll.“ Dachte ich mir nur. Aber es war Glück im Unglück. Da mir wirklich übel zumute war, durfte ich in meinem Wetsuit als Erste ins Wasser, so konnte ich die Delfine als eine der wenigen ganz ganz nah neben mir schwimmen sehen. Ich lag also, komplett entspannt im eiskalten, für mich erfrischenden, Wasser mitten im Meer, während knapp ein Meter neben mir Delfine ihre Bahnen schwammen. Außerdem waren die Berge um mich herum um die 4 Millionen Jahre alt. Lucky, kann ich da nur sagen. Wir haben es leider nicht geschafft Fotos von den Delfinen zu machen, weil ich jeden Moment mit ihnen genießen wollte.

   

Dann gings nach Hanmer Springs, über diese Stadt hatten wir nur Gutes gehört, aber als wir ankamen regnete es nur so dass wir die Stadt leider nicht wirklich erkunden konnten. Wir haben das Beste aus dem Tag rausgeholt, indem wir die Hot Pools besucht haben. Die Hot Pools werden, wie ich schon in einem meiner letzten Blogeinträge erwähnt habe, von Vulkanen aufgeheizt.

Weiter Richtung Norden sind wir nach Picton gefahren und haben dort unsere Fähre nach Wellington zurück auf die Nordinsel gebucht. In Picton haben wir eine große Packung Würstchen und Toast gekauft, beides haben wir mit Zwiebeln angebraten und es zu Ostern auf unserem Campingplatz an alle Camper ausgegeben. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es Karfreitag war und nicht Ostern! Auf diesem Campinglatz hat Aki paar Fotos von den Monsterhummeln, die hier rumschwirren, geschosssen:

So sieht übrigens Picton aus:

Nachdem wir 2 Tage danach den"wirklichen Ostertag" am Sonntag genossen haben, indem Aki mir ein Schokoladenei und ich ihr einen Apfel gekauft habe, weil sie sich gesund ernähren muss wegen einer bevorstehenden Cheerleader-Wettbewerb in Deutschland, hat uns ein Typ „Alex“ angesprochen ob wir nach Arbeit suchen. Durch ihn sind wir bei einer 3-tätigen Traubenlese im schönen Blenheim gelandet, unser Boss dort hieß „Dave“ der uns bei sich kostenlos übernachten ließ. Haben unsere schon gebuchte Fähre einfach umgebucht, ohne Geldverlust.

Fun-Fact am Rande: Wenn ein Mann in Neuseeland mit einer Frau 3 Jahre lang zusammen ist, nicht verheiratet nur zusammen, und sie sich trennen, dann  muss der Mann der Frau die Hälfte seines Vermögens geben. Hier wurden schon viele über den Tisch gezogen. Dave erzählte mir von einem Bekannten, dem seine Freundin auf den Tag genau nach 3 Jahren Schluss gemacht hat und nahm denen ihre gemeinsame 2 Kinder mit und hat zudem seine Farm im Wert von 1.2 Millionen Dollar bekommen. Unbelievable. Wer denkt sich solche Gesetze aus.

Nach unseren wirklich anstrengenden Arbeitstagen wollten wir sofort auf die Nordinsel, aber alle Fahrten mit der Fähre waren bis auf 2 Tage ausgebucht. Da wir nicht unsere Zeit hier in Neuseeland verschwenden wollen, haben wir online auf bookme.nz.com nach Angeboten in unserer Gegend gesucht. Wir haben uns für einen Fallschirmsprung aus glaube ich 1400 Feet Höhe entschieden. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Ich saß in dem Flugzeug an der offenen Tür mit meinem Tandembegleiter hinter mir an mich befestigt, das Kommando war „Kopf nach hinten“ „Beine angewinkelt unter das Flugzeug“ und ich wollte nur springen. Ich hatte 0,0 % Angst, obwohl wir glaube ich 20 oder 40 Sekunden nur gefallen sind. Bin mir grad unsicher wegen der Zeit. Das Gleiten danach war für mich nicht aufregend, aber allgemein zu erfahren wie es ist als Mensch durch die Luft zu fallen ist einmalig. Wir konnten leider kein Foto kaufen, die einzige Option war ein Video von dem Sprung machen zu lassen, was uns 220 $ gekostet hätte. Ich war mir ganz sicher, dass ich für das Video nicht den gleichen Preis wie für den Sprung zahlen werde, haben dafür aber die Vorbereitungen für den Sprung gewissenhaft fotografiert!

     

Danach sind wir direkt zurück nach Picton. Sitze aktuell in der Fähre zurück auf die Nordinsel, also  Richtung Sommer! Richtung Norden wird’s wieder warm! Haben jetzt die Ostküste der Nordinsel vor uns und das anscheinend wunderschöne Northland. Wir sind schon gespannt was uns erwarten wird.

 

Grüße gehen raus an alle die meinen Blog verfolgen!

 

Ich kann euch jetzt schon versprechen, dass ich nie aufhören werde die Welt zu bereisen.

 

 

 

5. Blogeintrag

Freitag, 24.03.2017

Ein Hallo an alle meine aufmerksamen Leser!

 

Ein neuer Blogeintrag ist ganz dringend nötig,  es ist unglaublich wie viel ich in den letzten Wochen wieder erlebt hab!

Ich hab mir erstmal eine neue Kamera in Greymouth gekauft! Hab drüber nachgedacht ob ich das machen soll, weils viel Geld ist, aber im Endeffekt hat kein Weg dran vorbeigeführt!  Sie ist eine neuere Version von meiner alten Canon und ich liebe sie.

Nach dem Schnäppchen gings weiter zu einem Campingplatz direkt auf dem Parkplatz von nem Pub. Dort hat Aki mir meine Haare abgeschnitten, da sie mir zu lang geworden sind. Mit einer Schere aus der Kneipe. Abends haben wir uns dort Essen gegönnt, weil wir komplett verfroren waren und ein warmes Plätzchen brauchten.

Am nächsten Tag gings dann zu den Gletschern. Haben dort auf dem optisch schönsten Campingpatz überhaupt geschlafen. Es sah aus wie im Dschungelbuch:

 

Zuerst haben wir eine verdammt reduzierte Eintrittskarte zu den Hot Pools gekauft, wir mussten weniger als für den normalen Eintritt zahlen, aber hatten einen privaten Pool für knapp eine Stunde und durften danach solang wie wir wollten die öffentlichen Pools benutzen. Es ist wie ein Freibad mit Wasser das von einem Vulkan aufgeheizt wird.

In dieser Gegend gibt es zwei Gletscher, den Franz Josef Gletscher und den Fox Gletscher. Die Wanderung zu dem Franz Josef Gletscher dann war wirklich wunderschön. Riesige Berge, Wasserfälle und ein wunderschöner Wald:

 

In dieser Touri-Gegend gibt es leider keine Campingplätze auf denen man umsonst schlafen kann, also haben wir die zweite Nacht auf einem 8 $ Campingplatz übernachtet. Die Leute in dieser Gegend sind auch nicht wirklich Traveller-freundlich unterwegs, im Gegensatz zu unseren bis jetzigen  Erfahrungen. Auf dem Campingplatz haben wir wieder mal Leute kennengelernt mit denen wir Karten gespielt und Musik gehört haben. Am nächsten Morgen sind wir mit Luc, einem Kanadier, zu dem Lake Matherson gefahren, um den Sonnenaufgang zu beobachten.

Der See ist dafür berühmt, dass die Gletscher sich in ihm spiegeln, viele nennen ihn auch den Mirror Lake, übersetzt: „Spiegel See“:

 

Danach sind wir zusammen zum Fox Gletscher hoch.

 Eine kurze Zwischeninfo: Wir lernen hier unglaublich viele Leute kennen, und damit uns die wichtigen davon nicht in Vergessenheit geraten, werden wir eine Collage mit Fotos von Personen erstellen mit denen wir viel Zeit verbracht haben.

Weiter gings nach Wanaka! Auf der Fahrt dorthin hab ich atemberaubende Fotos gemacht! Die Farben vom Ozean waren unglaublich:

 

Außerdem haben wir ein Zwischenstopp bei den Blue Pools gemacht! Luc ist dort von der Brücke ins Wasser gesprungen, wir wollten auch unbedingt Fotos von uns im Wasser haben. Es war aber so kalt, das man gespürt hat wie sich die Muskeln im Körper zusammenziehen, deshalb mussten wir leider drauf verzichten. Scheißmuskeln. Aki hat ewig versucht sich ans Wasser zu gewöhnen, aber es war wirklich nicht drinnen. Eiskalt.

   

Wir hatten einen schönen Tag in Wanaka! Haben Würstchen mit Kartoffeln gebraten und haben nachts am Strand nach Sternschnuppen gesucht.

 

Wirklich ziemlich spontan gings dann mitten in der Nacht weiter nach Queenstown, da wir im Wetterbericht gesehen haben das es bei Milford Sound die nächsten Tage schönes Wetter geben soll. Das wollten wir ausnutzen und sind so schnell wie möglich runtergedüst.  In Queenstown haben wir einen Zwischenstopp gemacht und sind dann direkt weiter nach Milford Sound gefahren. Queenstown war mir viel zu überfüllt, überall waren Autos und man konnte nirgends Parkplätze finden. Ich war wirklich froh als wir da wieder raus sind.

Milford Sound ist in einem National Park, man sagt es ist einer der wenigen Plätze auf der Erde die von Menschen beinahe unberührt ist. Dort angekommen haben wir eine Wanderung zu einem See zwischen den Bergen gemacht. Der Weg dorthin war wirklich hart, weil es 2 ½ Stunden nur bergauf ging, und Luc hat wegen einer Erkältung geschwächelt, aber wir wollten nicht aufgeben! Wieder mal hab ich  mir immer gesagt: „Just difficult roads, lead to beautiful destinations!“  Für den nächsten Tag haben wir dort eine sehr günstige 2 -stündige Bootstour durch Milford Sound gebucht. Haben dort übrigens auch ein Bacon Sandwich umsonst bekommen!

 

 

Ich hab das Gefühl, das der Blogeintrag niemals enden wird!

Nach Milford Sound haben wir uns erstmal von Luc verabschiedet uns sind nach Lumsden zurück, dort befindet sich unser Lieblings-Campingplatz. Es gibt Waschbecken, Toiletten, viele viele Reisende und es befindet sich an einem stillgelegten Bahnhof. Dort hatten wieder mit neuen Leuten einen Kartenspiel-Abend und sind dann ganz nach unten in den Süden.

Am Curio Bay haben wir von weitem unsere ersten Delfine gesehen! Yes! Weiter gings zum Nugget Point und oh mein Gott! Wir haben nicht mit einem so schönen Ort gerechnet. Wir sind dort den Leuchtturm Weg entlang gegangen, es war gefühlt so kalt wie in Sibirien. Sind eingefroren. Aber es war wunderschön. Wir konnten andauernd Seelöwengejaule hören, während wir nach unten auf eine der schönsten Orte die ich je gesehen hab geblickt haben. Wir waren uns am Anfang beide unsicher ob wir da noch runterfahren sollten, zum Glück haben wirs gemacht!

 

Auf dem nächsten Campingplatz haben wir wieder jemand kennengelernt mit dem wir uns verstanden haben und sind mit ihm nochmal gegen Abend zum Curio Bay, um Pinguine zu sehen!!  Das ist einer der seltensten Pinguine der Welt:

 

Der Strand war wunderschön und die Wellen waren dort RIESIG, richtig schön! Bin nah rangegangen.

 

Uund da gibt’s einen millionenalten Wald, das sind die organischen Überreste davon:

 

Was ich gemerkt hab, langsam wird mein Geld auch immer weniger, deshalb suchen wir jetzt nochmal nach Arbeit. Aber wie sagt man immer, „ein leerer Geldbeutel ist einer der besten Lehrer im Leben“!

Hier nochmal paar Fotos von der Landschaft die wir während der Autofahrt, oder bei spontan Zwischenstopps bei Lookouts gemacht haben:

 

 

Ich liebe es zu reisen.

In love with travel.

4. Blogeintrag

Donnerstag, 09.03.2017

Hi!

 

Aki und Ich sind jetzt auf der Südinsel unterwegs. Es fühlt sich hier immer noch an wie ein endlos langer Urlaub, überall wo wir ankommen hatten wir bis jetzt Glück mit dem Wetter.

In Picton angekommen haben wir erstmal einen kleinen Wanderweg gemacht, mit diesem Ausblick:

 

Weiter nach Nelson haben wir einen spontanen Zwischenstopp bei einem Lookout gemacht, ein 10 minütiger Weg, der es auf jeden Fall wert war:

 

In Motueka haben wir zufälligerweise diesselben Leute wiedergetroffen, mit welchen wir in Wellington kurz gesprochen haben. Wenn wir sie treffen spielen wir immer Karten, trinken einen Tee und essen Kekse. Meine Lieblingssorte von Menschen. Ein Foto von uns zusammen:

 

Der Abel Tasman Walk war unglaublich, wir haben orangen goldene Strände gesehen und ein unglaubliches blaues Meer. Der Strand dort hat den Namen golden Bay, übersetzt „goldener Strand“. Die Felsen sehen ultraweich aus und der Wald ist sehr dich bewachsen und sieht einfach eins zu eins aus wie ein Dschungel. Ein Eindruck zu dem schönsten Strand den ich je gesehen habe:

 

Mein aktuelles Profilbild auf Whatsapp, bringt die Atmosphäre und "das Aussehen vom Strand viel mehr zur Geltung!" -Quote by Aki

Nach der 2-tätigen Wanderung auf der schöneren Hälfe des Wegs haben wir noch eine Kajaktour gemacht.

Vom Kajak aus haben wir die andere Seite des Wanderwegs sehen können, haben außerdem ausgewachsene Robben und Babyrobben gesehen. Die sehen einfach so entspannt aus, liegen wie ein Sack Kartoffeln auf nem Stein und bewegen sich nicht ein Zentimeter. Leider konnte ich von ihnen kein Foto machen, weil meine Kamera kaputt gegangen ist. Ein Freund von uns hat gesagt  er kann versuchen sie zu reparieren, drückt mir die Daumen! Dann hab ich ein Naturphänomen sehen dürfen, der „splitted Appel“ beim Abel Tasman Walk. Es ist ein Fels der in seiner Mitte gespaltet ist, es soll in der Eiszeit passiert sein. Es gibt zu diesem Fels eine Legende. Das ist der Fels:

    

Die lautet glaub ich so: Ein Meermonster ist an den Strand gekommen und hat ein Ei gelegt. Darauf wurde der Gott des Meeres und der Gott des Waldes aufmerksam. Beide wollten das Ei haben und der Gott des Meeres ist bis zum Grund des Meeres getaucht und hat sich eine Waffe gemacht, der Gott des Waldes tat dasselbe mit einem besonderen Holz aus dem Wald. Die beiden Götter waren Brüder. Am Ende wurde das Ei voller Wut gespalten und eine grüne Flüssigkeit floss aus dem gebrochenen Ei in das Meer. Seit dem sieht das Meerwasser grün aus.

Ist eine kreative Erklärung.

Nach der Wanderung waren wir mit unseren Kräften am Ende, es ging nämlich manchmal stundenlang bergauf und wir hatten unser ganzes Gepäck in Eastpack Rucksäcken und was nicht reingepasst hat, wie z.B. das Zelt, Schlafsäcke und Isos , mit Tape fixiert. Haben dann erstmal ganz dringend nach ner Dusche gesucht. Haben eine für 5 Dollar gefunden, das war es uns wert, wir haben die dann natürlich auch ausgenutzt. Glaub hatte da meine längste Zeit unter ner Dusche.

Unglaublich nette Leute treffen wir hier wirklich überall. Ich hab das Gefühl, das die Einheimischen hier sehr oft in ihrer Vergangenheit auch als Camper gereist haben und deshalb sehr empathisch gegenüber Reisenden sind. Wir haben z.B. von einem Mann Hähnchen geschenkt bekommen, die Begründung war, das er es weiß wie es ist zu campen und er gerne gibt und hilft. Er hofft das wenn wir wiederum älter sind, wir anderen Reisenden ein Zuhause bieten und uns um sie kümmern.

In Ta Kaka haben wir noch etwas wirklich Besonderes sehen dürfen. Dort gibt es, wenn man tief in den Wald reingeht ein sozusagen verstecktes Dorf aus Zelten mit Lagerfeuern. Ihr könnt es euch wie ein Feendorf vorstellen. Dort leben Wanderer aus allen Ecken der Welt. Jeder teilt dort sein Essen mit jedem und versammelt um Lagerfeuer erzählt man sich Geschichten. Sie waschen sich im Fluss und benutzen das Flusswasser um sich Essen zu kochen. Man musste bestimmt 15 Minuten durch die Dunkelheit laufen um dort anzukommen. Sie nennen sich „The Forest Community“. So schön wie es sich anhört,  ich glaube das dort für meinen Geschmack zu viele auf Drogen waren,  ich bevorzuge dann doch den Luxus, wie eine warme Dusche und gutes Essen.

 

Wir sind jetzt in Westport angekommen haben gestern einen unglaublichen Sonnenuntergang gesehen,  gehen heute zu einem Leuchtturm und reisen dann weiter nach Greymouth. Auf der gesamten Westküste sind Westport und Greymouth die einzigen Städte, und haben eine maximale Einwohnerzahl von knapp 6000 Menschen.

In Westport bin ich beinahe verrückt geworden. Wir haben uns mit unserem Campervan mal wieder auf einen Parkplatz gestellt wo es erlaubt ist über Nacht zu bleiben. Es war dann so das ich nach dem Abendessen in den Van gestiegen bin um zu lesen. Hab dann erst eine Stechfliege gesehen, dachte mir „In Ordnung, schlag sie einfach geschwind tot“. Hab sie getötet, dann war da plötzlich ne neue, hab sie auch erschlagen und so gings weiter bis ich 10 getötet hab. War mir dann zuviel und Aki hat dann den gesamten Van mit nem Insektenspray vollgesprüht der sie tötet und haben dann den Schlafplatz gewechselt. Hier siehts auch wieder mal wunderschön aus

Bis Bald! 

 

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